Unsere Geschichte

Die Historie des gemeinnützigen Vereins „Camphill Gemeinschaft Nürnberg e.V.“ und seiner Einrichtungen:

1907   wurde die Feilenfabrik von der Firma Friedrich-Max Herberg & Co. In der Zerzabelshofer Hauptstraße 3 bis 7 gebaut. Sie wird ab 1935 Familienbesitz der Familie Herberg.

 

1967   wurde die Firma – nach dem Tod des Vaters Herberg – gelöscht. Das Vermögen wurde Privatbesitz der Töchter Rosmarie und Ursula Herberg.

 

1970   Erste Therapiebehandlungen einzelner Kinder durch Ursula Herberg (Heileurythmie und Sprachgestaltung) im „Therapeutikum für bewegungsgestörte und sprachbehinderte Kinder und Jugendliche e.V.“

 

1972   Erstes Gespräch mit der Regierung von Mittelfranken, um mit 7 Kindern eine „Schulvorbereitende Einrichtung“ beginnen zu können. 300 Unterschriften lagen dafür vor.

 

1973   Am 26. Mai Grundsteinlegung für den Bau der „Schulvorbereitenden Einrichtung“ (SVE)  im Garten des Grundstückes der ehemaligen Feilenfabrik und Beginn der heilpädagogischen Arbeit im Vorschulbereich mit der ersten „Kindergartengruppe“. Dies fand unter der Trägerschaft der „Camphill-Schulgemeinschaften e.V.“ Sitz Überlingen statt.

 

1975   Im Mai Genehmigung der ersten Schulklasse mit 10 Kindern in den Räumen der „Schulvorbereitenden Einrichtung“ (SVE).

 

1976   Im September Umbau von zwei Büro/Lagerräumen der ehemaligen Firma im Haus Nummer 3 zu zwei großen Klassenzimmern mit Nebenräumen.

 

1978   Im Mai Abbruch des alten Fabrikgebäudes. Zu Johanni Grundsteinlegung des Schulhauses. In den Grundstein kommt auch die private Schenkungsurkunde an die Camphill- Bewegung.

 

Im August Gründung des Vereins „Camphill Gemeinschaft Nürnberg e.V.“, gemeinnütziger, eingetragener Verein, als Trägerverein zur Verwaltung der Grundstücke. Dem Verein wird mit notarieller Schenkungsurkunde der Grundbesitz Zerzabelshofer Hauptstraße 3-7 zum 31. Dezember 1978 übereignet.

 

1979   Im September Einweihung des neuen Schulhauses. Beginn der in die Schule integrierten Heilpädagogischen Tagesstätte.

 

1983   Kauf des Grundstückes Urbanstraße 4 (ehemalige Gärtnerei) durch den oben genannten Verein für die Errichtung eines Werkstufen-Gebäudes.

 

1983   Im Oktober Kauf des Einödhofes „Hausenhof“ mit 28 ha zwischen Neustadt/Aisch und Bad Windsheim zur Errichtung einer Dorf- und Lebensgemeinschaft für erwachsene, behinderte Menschen durch den oben genannten Verein. Der Hausenhof wird biologisch-dynamisch bewirtschaftet.

 

1984   Beginn der Renovierung der unter Denkmalschutz stehenden sehr alten Gebäude des Hausenhofs.

 

Im Herbst Beginn des Werkstufenbaus, heute Berufsschulstufe genannt, und Grundsteinlegung.

 

1985   Einzug der ersten Werkstufenklasse in das neue Holzhaus.

 

1987   Einzug von neun der ersten schulentlassenen Schüler der Karl-König-Schule in die Camphill Dorfgemeinschaft Hausenhof. Der Trägerverein wurde die „Camphill Dorfgemeinschaften e.V., Sitz Überlingen.

 

1988   Planung eines neuen, größeren Werkstufengebäudes auf dem Grundstück Urbanstraße 4. Auch bei diesem Projekt wie von Anfang an waren die Initiative, Beteiligung und der praktische Einsatz von Schülereltern und Freunden der Schule sehr groß.

 

1990   Gründung einer „therapeutischen Tagesstätte“ für Erwachsene mit Behinderung, aus der später die Camphill Werkstatt am Goldbach entsteht.

 

Aus ideeller Verbundenheit heraus beschlossen die Einrichtungen Karl-König-Schule, Hausenhof, Werkstatt am Goldbach und auch das Therapeutikum für bewegungsgestörte und sprachbehinderte Kinder und Jugendliche e.V., sich in einem regionalen Trägerverein zu verbinden.

 

1991   Ab 1. Januar wird die Camphill Gemeinschaft Nürnberg e.V. der rechtliche Träger der oben genannten Teileinrichtungen.

 

Genehmigung der Werkstatt am Goldbach als Fördereinrichtung des Sozialamtes der Stadt Nürnberg, der Karl König-Schule angegliedert. Der Werkstatt wurden zunächst Schulräume für ihren Aufbau zur Verfügung gestellt. Es wird mit der Betreuung von vier Menschen begonnen.

 

1992   Versuch, die Werkstatt am Goldbach als offizielle „Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)“ einzurichten. Da eine WfbM mindestens 120 Plätze aufweisen muss, entsteht ein Werkstattverbund mit der Camphill Dorfgemeinschaft Hausenhof, Dietersheim und der „Lebensgemeinschaft Münzinghof“ in Velden. Der Verbundvertrag wurde im Juli 1992 unterzeichnet.

 

1993   Grundsteinlegung für ein neues Werkstufengebäude (heute Berufsschulstufe genannt) der Schule auf dem Grundstück Urbanstraße.

 

1993   Genehmigungsbescheid für den Werkstattverbund (WfbM). Die Camphill Werkstatt am Goldbach wird auf 30 Plätze ausgelegt. Ende 1994 wurde rückwirkend zum 24.11.1993 für alle drei Verbund-Werkstätten die vorläufige Genehmigung als WfbM erteilt.

 

1994   Einweihung des neuen Werkstufengebäudes der Schule. Einzug der Schüler.

 

Einzug der Werkstatt am Goldbach in das ehemalige Werkstufengebäude in der Urbanstraße 4a.

 

1996   Genehmigung des Bebauungsplanes Hausenhof für 10 Wohnhäuser, Werkstätten, landwirtschaftliche Gebäude und Gemeinschaftssaal.

 

1997   Baubeginn 1. Bauabschnitt WfbM Dorfgemeinschaft Hausenhof.

 

1999   Baubeginn 2. Bauabschnitt WfbM Dorfgemeinschaft Hausenhof.

 

2000   Die Werkstatt am Goldbach wird auf behördliche Anordnung Zweigbetrieb der Dorfgemeinschaft Hausenhof.

 

2001   Erweiterung der Werkstatt am Goldbach mit Containern als Zwischenlösung.

 

2004   Grundsteinlegung zum Novalis-Saal der Dorfgemeinschaft Hausenhof.

 

2007   Auslagerung der Werkstatt am Goldbach und Beginn eines Neubaus für sie auf dem Gelände der Urbanstraße, Grundsteinlegung und Richtfest.

 

2008   Einzug und Einweihung des neuen Gebäudes für die Camphill Werkstatt am Goldbach. In der Karl-König-Schule wird der Saal renoviert und bekommt eine neue Bestuhlung. Erste Planungen für eine neue „Schulvorbereitende Einrichtung (SVE)“ auf dem Grundstück der Karl-König-Schule. Planungsbeginn für die Schulerweiterung angepasst an die aktuellen Schülerzahlen.

 

2009   Die Dorfgemeinschaft Hausenhof bei Neustadt/Aisch ist inzwischen so groß und eigenständig geworden, dass sie sich in einen eigenen Verein Camphill Gemeinschaft Hausenhof e.V. aus dem Nürnberger Verein abspalten möchte.

In einem langen Prozess wird schließlich ein Weg gefunden, den bisherigen Trägerverein mit seinen Teilbetrieben völlig umzugestalten.

Auch in Nürnberg werden die Einrichtungen des Trägervereins zur besseren Verwaltung in gemeinnützige Gesellschaften umgewandelt, deren einziger Gesellschafter der Verein ist. Es „entsteht“ zum einen die Karl-König-Schule gGmbH Nürnberg, ein privates staatlich genehmigtes Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Form einer heilpädagogische Förderstätte mit Schulvorbereitender Einrichtung (SVE), Förderschule, Berufsschulstufe, jeweils mit integrierter Heilpädagogischer Tagesstätte.

 

Zum anderen die Goldbachwerkstatt Nürnberg gGmbH als Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

 

Der Verein Camphill Gemeinschaft Nürnberg e.V. bleibt Verwalter von Grundbesitz, Immobilien und Vereinsvermögen mit der Aufgabe, seine Einrichtungen bestmöglichst zu unterstützen, neue Projekte zu verwirklichen und die Camphill-Impulse in seinen Einrichtungen zu pflegen.

 

2010   Für die bessere Zusammenarbeit des Vereins und seiner Einrichtungen wird ein Vereinsbeirat mit rein beratender Funktion gegründet.

 

Der Verein ersteht zwei Grundstücke mit alten Gebäuden, Zerzabelshofer Hauptstraße 13 und 15, in nächster Nähe der Schule, mit der Absicht, dort ein neues Gebäude für die Schulvorbereitende Einrichtung (dem Kindergarten-bereich) der Karl-König-Schule zu errichten. Das alte Gebäude auf dem Schulgelände kann nicht mehr renoviert und erhalten werden. Außerdem benötigt das Schulgebäude eine Sanierung und einen Erweiterungsbau, da die Schülerzahl inzwischen deutlich gestiegen ist. Auch mehr Außenspielfläche für den Schulbereich und ein kleiner Sportplatz stehen auf der Wunschliste. Hinzu kommt der dringende Bedarf für einen Aufzug. Das Schulhaus wurde, um möglichst viele Räume bauen zu können, leider nicht barrierefrei gebaut. Es kommen aber immer mehr Schüler mit Rollstuhl oder Gehbehinderung in die Einrichtung. Für die Notversorgung wird deshalb ein Außentreppenlift beantragt, genehmigt und gebaut.

Die Bauanträge bei Regierung und Bezirk Mittelfranken werden eingereicht.

2011   Die Schulverwaltung wird in eine Wohnung auf dem Schulgelände in Haus 7 umgesiedelt und gemeinsam mit einem Vereinsbüro und einem allgemeinen Besprechungsraum neu eingerichtet. Schulsekretariat und Schulleiterzimmer verbleiben im Schulhaus.

Die Goldbachwerkstatt eröffnet zum Jahresende einen neuen Werkstattladen mit Schneiderei und Wäscherei und kleinem Bistro in der ehemaligen Tiergarten-Apotheke gleich neben der Karl-König-Schule.

2012   Die Schülerküche der Karl-König-Schule kann auf Kosten der Regierung Mittelfranken komplett renoviert und neu ausgestattet werden.

Im April 2012 kommt endlich der langerwartete Förderbescheid der Regierung von Mittelfranken für den Neubau der Schulvorbereitenden Einrichtung. Die Ausschreibungen beginnen. Die Unterlagen zur Genehmigung für das auf den SVE-Neubau folgende Bauvorhaben Schulerweiterungsbau und die Schulhaussanierung werden eingereicht.

Die alten Gebäude auf den Grundstücken 13 und 15 können im Oktober abgerissen werden. Die ersten Bauarbeiten des neuen SVE-Gebäudes erfolgen Ende November.

2013   40 Jahre Bestehen der Karl-König-Schule wird gefeiert. Ebenso 20 Jahre Goldbach-Werkstatt nach offizieller Anerkennung als Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Grundsteinlegung zum Neubau der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE). Im alten Gebäude, das 2014 abgerissen wird, um Neuem Platz zu machen, hat vor 40 Jahren einmal alles angefangen……

2014 Einweihung und Bezug des Neubaus, getauft „Königskinderhaus“, durch die drei Gruppen der Schulvorbereitenden Einrichtung der Karl-König-Schule gGmbH

2017 Abbruch des alten SVE-Gebäudes auf dem Schulgelände. Aufnahme der Bauarbeiten für einen Erweiterungsbau des Schulhauses und Schulhaussanierung